Schleswig-Holstein

MediaGlossar


Vorwort


Werbung soll wirken – kraftvoll, ansprechend und nachhaltig. Dabei spielt die Auswahl des richtigen Werbeträgers eine wichtige Rolle. Sie ist abhängig von

  • Größe und Charakteristika der Zielgruppe,
  • Verbreitungsgebiet,
  • Anzahl, Format, Gestaltung und Produktion der Werbemittel.

Voraussetzung für eine gute und sorgfältige Werbeplanung ist die Auswertung von geeignetem Datenmaterial durch ein Markt- und Medienforschungsinstitut. Diese Ergebnisse fließen dann in die Erarbeitung eines griffigen Konzeptes ein.

In den vielfältigen kreativen Schaffensprozessen stößt man auf zahlreiche Fachausdrücke, die wir in unserem Glossar alphabetisch aufgelistet und erklärt haben.

Abonnement
Regelmäßiger Bezug eines Zeitungs- oder Zeitschriftentitels, der im Voraus bestellt und bezahlt wird.

Abonnementauflage
Anzahl der Zeitungs- oder Zeitschriftenexemplare, die in wiederkehrenden zeitlichen Abständen an eine feste Leserschaft geliefert werden.

Affinität
Begriff aus der Markt- und Mediaforschung, der die Zielgruppennähe eines Mediums bezeichnet. Diese wird durch den Grad der Übereinstimmung zwischen der Zielgruppe und den Nutzern eines Mediums im Verhältnis zum Anteil der Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung gemessen.

In der Mediaplanung und -selektion wird die Affinität durch einen Index präzisiert, der die Zielgruppennähe des Werbemediums beziffert. So bedeutet ein Index von 120, dass der Anteil der Zielgruppe in dem entsprechenden Werbemedium 20 Prozent über ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt.

Akzeptanz
Bezeichnet den Umfang oder Grad, zu dem ein Angebot von der Zielgruppe angenommen wird. Die Akzeptanz kann sich auf eine Marke, eine Werbebotschaft, einen Preis oder ein Werbemedium beziehen.

Anzeigenabschluss
Vertrag zwischen Inserent und Verlag, der den Inserenten verpflichtet, im Laufe eines Jahres eine bestimme Anzahl von Anzeigen bzw. Anzeigenmillimetern zu schalten. Als Gegenleistung erhält er vom Verlag  Wiederholungs- oder Mengennachlässe, die auch als -> Malstaffel und -> Mengenstaffel bezeichnet werden.

Anzeigenpreis
Der Preis, der nach der jeweils gültigen Preisliste einer Zeitung oder Zeitschrift für Anzeigen
einer bestimmten Rubrik zu zahlen ist.

Anzeigenpreisberechnung
Der Preis einer Anzeige in einer Tageszeitung wird wie folgt berechnet:
Anzahl der Spalten x  Höhe der Anzeige in Millimetern x  Millimeterpreis + Mehrwertsteuer.

Anzeigenschlusstermin
Anzeigenschlusstermine orientieren sich nicht einheitlich an dem Erscheinungstag der Publikation. Je nach Rubrik oder technischen Voraussetzungen hat eine Zeitungs- oder Zeitschriftenausgabe mehrere unterschiedliche Schlusstermine, bis zu denen Anzeigenaufträge angenommen werden.

Anzeigenspalte
Anzahl und Breite von Anzeigenspalten können unterschiedlich sein – je nachdem, ob sie im Anzeigenteil oder im redaktionellen Teil stehen. Eine Normalspalte im Anzeigenteil einer Zeitung ist fast immer 45 mm breit – so auch bei den Zeitungen der Schleswig-Holstein Presse. Die Spalte im redaktionellen Teil ist dagegen meistens breiter. Vgl. auch -> Textspalte und -> Millimeterpreis.

Anzeigenstrecke
Eine so genannte Anzeigenstrecke umfasst vier, sechs oder acht hintereinander liegende Anzeigenseiten.

Anzeigenteil
Die Seiten einer Zeitung, auf denen hauptsächlich Anzeigen geschaltet werden. Berichte, Meldungen, Reportagen etc. sind vorwiegend im redaktionellen Teil einer Zeitung zu finden. Anzeigenteil und redaktioneller Teil unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, sondern auch hinsichtlich der Anzahl und Breite ihrer Spalten. Vgl. -> Anzeigenspalte.

Auflage, gedruckte
Alle gedruckten Exemplare einer Zeitung oder Zeitschrift abzüglich der -> Makulatur.

Auflage, tatsächlich verbreitete
Die -> verkaufte Auflage zuzüglich der -> Freistücke. Rest-, Archiv- und Belegexemplare werden nicht berücksichtigt.

Auflage, verkaufte
Die insgesamt verkaufte Auflage inklusive aller Abonnenten-, Lesezirkel- und Bordexemplare, des Einzelverkaufs sowie des sonstigen Verkaufs.

Auflage, verteilte
Die unentgeltlich an Haushalte verteilte Auflage eines Anzeigenblatts.

AWA
Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse des Instituts für Demoskopie, Allensbach.
In drei Erhebungswellen pro Jahr werden Reichweiten von Werbeträgern, Einstellungen und Interessengebiete, Besitz und Anschaffungsabsicht von Gebrauchsgütern sowie das Konsumverhalten der Deutschen untersucht. Diese Markt-Media-Studie basiert auf einer konsequenten Single-Source-Erhebung, das heißt, dass jede befragte Person jeweils zu allen Studienthemen Auskunft gibt.

Beachtungswert
Benennt im Vergleich zur Gesamtzahl der Leser den prozentualen Anteil an Lesern, welche eine bestimmte Anzeige in einer Tageszeitung wahrgenommen haben. Der Beachtungswert kann per -> Copytest ermittelt werden.

Beihefter
Bezeichnung für Sonderblätter, die in Zeitschriften eingeheftet werden, wie z. B. eine mehrseitige, vorgedruckte Anzeige im Zeitschriftenformat.

Beilage
Prospekte oder andere Werbeträger, die der Gesamtauflage oder nur einem Teil einer Publikation beigelegt werden. Die Beilage muss vom Auftraggeber beim Verlag angeliefert werden und bestimmte Formate und Gewichtsvorgaben einhalten. Ihr Preis orientiert sich an Menge und Gewicht, sie darf nicht zeitungsähnlich gestaltet sein und keine Fremdanzeigen enthalten.

Bekanntheitsgrad
Das Maß, in dem ein Name, eine Marke, ein Produkt oder ein sonstiger Sachverhalt bei der Zielgruppe bekannt ist.

Die Marktforschung unterscheidet zwei Varianten:
1. Ungestützter Bekanntheitsgrad: Die befragte Person (er-)kennt die Marke, das Produkt etc. ohne irgendeine Erinnerungshilfe. Das Produkt wird nicht genannt.
2. Gestützter Bekanntheitsgrad: Die befragte Person erhält eine Erinnerungshilfe, indem ihr z.B. verschiedene Markennamen präsentiert werden, aus denen sie die ihr bekannten auswählen soll.

Beleg
Beweis des Verlags auf Anforderung des Inserenten, dass der Anzeigenauftrag ausgeführt wurde. Dies kann anhand der kompletten Zeitungsausgabe oder eines Anzeigenausschnittes erfolgen.

Berechnung des Anzeigenpreises
Vgl. -> Anzeigenpreisberechnung

Berliner Format
Neben dem -> Rheinischen und -> Nordischen Format eines der drei gebräuchlichsten
Formate für Zeitungsseiten mit einer Seitenhöhe von ca. 470 mm und einer Breite von 315 mm (-> Satzspiegel 430 mm hoch, 282 mm breit).

Beschnittzugabe
In einem Werbemedium unterscheidet man Satzspiegelanzeigen und Anzeigen im Anschnitt. Satzspiegelanzeigen werden innerhalb des Satzspiegels platziert. Anzeigen im Anschnitt reichen genau bis zum Formatrand des Mediums. Damit beim Schneiden des Mediums keine weißen Kanten entstehen, muss die Anzeige über die Formatgrenze des Mediums hinaus angelegt werden. Der Bereich, der über das reine Format hinausgeht, wird Beschnittzugabe genannt. Die Anzeige liegt dann „im Anschnitt“.

Blattbreite
Anzeigenformat, das unabhängig von seiner Höhe die gesamte Breite des -> Satzspiegels ausnutzt.

Blatthöhe
Anzeigenformat, das unabhängig von seiner Breite (Spaltenzahl) die gesamte Höhe  des Satzspiegels ausnutzt.

Bruttoreichweite
Die Bruttoreichweite gibt die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einem Medium oder mehrerer Medien an. Dabei bleibt unberücksichtigt, ob immer wieder dieselben oder unterschiedliche Personen Kontakt mit der Kampagne haben.

Wenn z. B. 5.000 Leser die Anzeige in Zeitung A und 10.000 Leser in Zeitung B lesen, beträgt die Bruttoreichweite der Anzeige 15.000 Leser – selbst wenn 3.000 von ihnen als Doppelleser sowohl Zeitung A als auch B gelesen haben.

Copytest
Der Copytest ist ein Testverfahren, bei dem durch Vorlage einer Zeitung, Zeitschrift oder Anzeige der Wiedererkennungswert, Daten über die Nutzung und Beurteilung von Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften erhoben werden.

Couponanzeige
-> Kuponanzeige

Datenformat
Unterschieden werden nichtgenerische (= neutrale) und generische Datenformate. Nichtgenerische, neutrale Formate bestehen aus umgerechneten Daten, die aus dem Layoutprogramm in ein -> EPS (eingekapseltes PostScript) umgerechnet wurden und vom Empfänger nicht mehr verändert werden können.
Generische Daten entstehen in Layoutprogrammen (z.B. Quark XPress, Corel Draw, FreeHand etc.). Sie können im Verlag noch verändert werden, wobei allerdings auch Fehler auftreten können (z.B. bei unterschiedlichen Programmversionen).

Digitale Druckunterlage
Druckunterlagen oder komplette Anzeigen, die elektronisch auf Datenträgern oder per Datenfernübertragung angeliefert werden. Nähere Informationen sind in der aktuellen Preisliste der Schleswig-Holstein Presse unter „Technische Angaben/Druckunterlagen“ aufgeführt.

Direktpreis
Ein Direktpreis wird für Anzeigen- und Beilagenaufträge eines Kunden berechnet, der diese direkt, also ohne Beteiligung einer Werbeagentur, beim Verlag schaltet. Bei Auftragserteilung über einen Werbungsmittler wird der -> Grundpreis berechnet. Der Direktpreis wurde bei vielen Tageszeitungen anstelle des -> Ortspreises eingeführt.

Eckfeldanzeige
Anzeige, die im redaktionellen Teil einer Zeitung in einer Seitenecke (meistens im unteren Seitenbereich) steht und mit zwei Seiten an redaktionellen Text angrenzt. Für diese Platzierung muss bei manchen Zeitungen ein Preisaufschlag gezahlt werden.

Bei der SHP wird die Eckfeldanzeige als 1000er-Format bezeichnet und hat eine feste Größe (185 mm breit x 250 mm hoch).

Erscheinungsweise
Die zeitliche Aufeinanderfolge zweier Ausgaben einer Zeitung oder Zeitschrift. Tageszeitungen haben eine tägliche Erscheinungsweise.

Farbanzeigen
In Tageszeitungen können farbige Anzeigen entweder durch Verwendung einer einzigen Zusatzfarbe (Sonderfarbe) im Schwarz-Weiß-Druck oder durch Mehrfarbdruck (4C) produziert werden.

Bei Verwendung einer Zusatzfarbe können alle gewünschten Farbnuancen als Originalfarben gedruckt werden. Je nach Ausrüstung der Rotationsmaschinen können auf einer Seite eine bis drei unterschiedliche Zusatzfarben gedruckt werden. Die Zeitungsdruckereien haben meist nur eine bestimmte Anzahl von häufiger vorkommenden Zusatzfarben auf Lager. Sonderfarben müssen also rechtzeitig bestellt werden.

Beim Mehrfarbdruck (autotypische Wiedergabe eines Originals) werden die Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz nach der -> EuroSkala übereinander gedruckt. Die Zwischentöne werden durch einen entsprechenden Anteil dieser Grundfarben beim Übereinanderdruck erreicht. Durch Übereinanderdrucken sowie Aufrasterung einzelner Grundfarben lassen sich auch bei Zusatzfarben verschiedene Farbnuancen erzielen.

Die Zeitungsverlage haben oft eine Mindestgröße für Farbanzeigen.

Fließsatzanzeigen
Kleinanzeigen, die ohne besondere Gestaltung einspaltig in den verschiedenen Rubriken eines
Anzeigenteils veröffentlicht werden.

Format
Als Format bezeichnet man die Größe einer Anzeige, die sich nach Spaltenzahl und Höhe berechnet.

Beim Zeitungsseiten-Format unterscheidet man drei gebräuchliche Formate:

Berliner Format (470 mm hoch, 315 mm breit)
Nordisches Format (570 mm hoch, 400 mm breit)
Rheinisches Format (510 mm hoch, 350 mm breit)

Freistück
Unentgeltlich geliefertes Exemplar einer Zeitung oder Zeitschrift, z.B. zu Werbezwecken.

Gross Rating Point (GRP)
Der GRP entspricht der Brutto-Reichweite in Prozent und ist ein Maß für den Werbedruck. 1 GRP bedeutet, dass die Kontaktsumme einem Prozent der Zielgruppengröße entspricht.

Grundgesamtheit
Alle Personen oder Haushalte, aus denen eine Stichprobe gezogen wird und die durch diese -> Stichprobe repräsentiert werden

Beispiel: Alle Personen ab 14 Jahren, die in Schleswig-Holstein in Privathaushalten leben, bilden eine Grundgesamtheit.

Grundpreis
Preis für eine 1 mm hohe Spalte. Der Grundpreis kann für Anzeigen im -> Anzeigenteil und im Textteil unterschiedlich hoch sein. Abweichend vom Grundpreis, der bei einer Buchung durch Agenturen veranschlagt wird, gibt es bei Tageszeitungen auch den ->Direktpreis (-> Ortspreis). Für bestimmte Anzeigenkategorien (z.B. Stellenanzeigen) und Sonderwerbeformen werden gesonderte Preise berechnet.

Impressum
In Zeitungen und Zeitschriften die gesetzlich vorgeschriebene Angabe von Verlag, Druckhaus,
verantwortlichem Redakteur und Anzeigenleiter.

Insel-Anzeige
Gestaltete Anzeige, die inmitten von Fließsatzanzeigen platziert ist.

IVW
Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. Die IVW kontrolliert die Auflagenhöhe und Auflagenstruktur von Werbeträgern. Ursprünglich als Einrichtung zur Auflagenkontrolle von Printmedien geschaffen, wurde der Tätigkeitsbereich der IVW im Laufe der Jahrzehnte auf weitere Medien wie Plakat- und Verkehrsmittelwerbung, Filmtheater, Funkmedien und Online-Medien ausgedehnt.

Karenzzeit
Inserenten, die mit einer Zeitung einen -> Anzeigenabschluss getätigt haben, bekommen eine Karenzzeit, wenn während der Laufzeit ihrer Anzeige eine Anzeigenpreis-Erhöhung vorgenommen wird. Während der Karenzzeit wird den Inserenten noch der alte Anzeigenpreis berechnet.

Kontakt
Es wird unterschieden zwischen dem Werbeträgerkontakt (Kontakt des Lesers mit der Zeitung) und dem Werbemittelkontakt (Kontakt des Lesers mit Anzeigen).

Kuponanzeige/Couponanzeige
Anzeige mit einem Gutschein (Kupon), gegen dessen Einsendung der Leser Prospekte oder ähnliches erhält.

LAE
Leser-Analyse-Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung. Die Leser-Analyse wird in Zusammenarbeit mit den Verlagen etwa alle drei Jahre durchgeführt. Sie untersucht in Bezug auf ausgewählte Werbeträger das Nutzungsverhalten von Führungskräften in wirtschaftlichen und staatlichen Institutionen. Zu den erhobenen Medien zählen Wirtschafts- und Wissenschaftspresse, aktuelle Magazine, überregionale Tageszeitungen sowie Wochenzeitungen.

Leser-Blatt-Bindung
Misst, wie stark sich die Leser mit einer Zeitung verbunden fühlen. Die Leser-Blatt-
Bindung lässt sich z.B. durch die Frage ermitteln, auf welchen Zeitungstitel die jeweilige Person am wenigsten verzichten würde.

Leserstruktur
Die Zusammensetzung der Leserschaft einer Zeitung oder Zeitschrift, gegliedert nach demografischen oder psychologischen Merkmalen oder Typen.

Makulatur
Bezeichnung für Fehldrucke von Zeitungen und Zeitschriften, die in der Anlaufphase der Druckmaschinen entstehen. Die Makulatur wird vernichtet und gelangt nicht zur Auslieferung.

Malstaffel
Eine Rabattstaffel, die auf der Anzahl der innerhalb eines Jahres geschalteten Anzeigen basiert.

Mengenstaffel
Eine Rabattstaffel, die auf dem Gesamtumfang (Gesamtmillimeter) der innerhalb eines Jahres geschalteten Anzeigen basiert.

Millimeterpreis
Der Preis für einen Millimeter Höhe in einer Anzeigenspalte.

Mittlungsvergütung
Die Provision, die ein Zeitungsverlag an -> Werbungsmittler (z.B. Werbeagenturen) für die
Vermittlung von Anzeigenaufträgen Dritter zahlt (auch AE-Provision genannt).

Nachlass
Wiederholungs- oder Mengenrabatt. Vgl. -> Malstaffel und -> Mengenstaffel.

Nettoreichweite
Die Anzahl der Personen, die mindestens einmal von einer Werbeträgerkombination erreicht
werden. Doppelleser werden abgezogen. Jede Person wird – unabhängig davon, wie oft sie erreicht wurde – nur einmal gezählt.

Beispiel: Wenn 5.000 Leser die Zeitung A und 10.000 Leser die Zeitung B lesen und 3.000 Leser von ihnen sowohl A als auch B lesen, beträgt die Nettoreichweite A+B = 15.000 Leser minus 3.000 Doppelleser = 12.000 Leser.

Nielsen-Gebiet
Die Marktforschungsgesellschaft A.C. Nielsen hat die Bundesrepublik in sogenannte Nielsen-
Gebiete unterteilt. Die Bundesländer wurden in regionalen Gruppen zusammengefasst.
Nielsen I: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Nielsen II: Nordrhein-Westfalen
Nielsen IIIa: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Nielsen IIIb: Baden-Württemberg
Nielsen IV: Bayern
Nielsen V: Berlin
Nielsen VI: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
Nielsen VII: Thüringen, Sachsen

Nordisches Format
Neben -> Berliner Format und -> Rheinischem Format eines der drei gebräuchlichsten Zeitungsseitenformate mit einer Seitenhöhen von 570 mm und einer Breite von 400 mm (-> Satzspiegel 528 mm hoch, 371 mm breit).

Ortspreis
Anzeigen- und Beilagenaufträge werden zum Ortspreis berechnet, wenn sie direkt beim Verlag von lokalen Inserenten aus dem Verbreitungsgebiet einer Zeitung geschaltet werden. Bei Auftragserteilung über -> Werbungsmittler (Agenturen) erfolgt die Annahme und Berechnung zum -> Grundpreis. Der Ortspreis wird bei vielen Tageszeitungen durch den -> Direktpreis ersetzt.

OTS
„Opportunity to see“. Richtwert für die -> Kontaktwahrscheinlichkeit mit einem Werbeträger.


Panoramaanzeigen
Panoramaanzeigen werden über den Bundsteg gedruckt. Das Motiv kann über eine volle
Doppelseite bis maximal zum Satzspiegel angelegt werden.

Periodizität
Ist neben Aktualität, -> Universalität und Öffentlichkeit ein typisches Merkmal für eine Zeitung. Periodizität steht für die Erscheinungsweise in regelmäßig wiederkehrenden Abständen.

Platzierung
Die Veröffentlichung von Anzeigen in bestimmten Teilen einer Zeitung oder Zeitschrift. Für die Platzierung gibt der Verlag keine Gewähr, es sei denn, der Auftraggeber macht die Gültigkeit des Auftrags ausdrücklich davon abhängig. -> Klein- bzw. Gelegenheitsanzeigen werden ohne besondere Absprache in der jeweiligen -> Rubrik platziert.

Preisliste
Verbindliche Vertragsbasis zwischen Auftraggeber und Zeitungs- bzw. Zeitschriftenverlag.
Sie regelt Preise und Konditionen und erscheint meistens einmal jährlich neu.

Probeabzug
Andruck der fertig gestalteten Anzeige durch den Verlag. Probeabzüge werden nur auf ausdrücklichen Wunsch geliefert. Der Auftraggeber trägt die Verantwortung für die Richtigkeit der zurückgesandten Probeabzüge. Sendet der Auftraggeber den Probeabzug nicht innerhalb der gesetzten Frist zurück, gilt die Genehmigung zum Druck als erteilt.

Rabatt
Der Rabatt ist der Preisnachlass, der einem Werbungstreibenden im Rahmen eines Abschlusses
vom Verlag gewährt wird. Vgl. -> Mengenstaffel, -> Malstaffel.

Reichweite
Die Reichweite bezeichnet generell den Bevölkerungs- oder Zielgruppenanteil, der durch ein- oder mehrmaligen Einsatz eines oder mehrerer  Werbeträger mindestens einmal erreicht wird.

Mit einer Gesamtbelegung aller Titel der Schleswig-Holstein Presse erreicht man theoretisch zwei Drittel der Bevölkerung in Schleswig-Holstein bzw. deckt drei Viertel der geografischen Fläche von Schleswig-Holstein ab.

Rheinisches Format
Neben -> Berliner Format und -> Nordischem Format eines der drei gebräuchlichsten Zeitungs-Formate mit einer Seitenhöhe von 510 mm und einer Breite von 350 mm (Satzspiegel: 487 mm hoch, 325 mm breit).

Rubrik
Im Anzeigenteil einer Zeitung werden thematisch zusammengehörige Angebote bzw.
Gesuche zusammengefasst, z.B. im Immobilienmarkt, Automobilmarkt oder Stellenmarkt.

Rücktrittstermin
Ein Auftraggeber kann bis zu diesem Datum eine von ihm gebuchte Anzeige oder Beilage wieder abbestellen.

Satzspiegel
Der Teil einer Zeitungsseite, der für den Druck genutzt werden kann. Um den Satzspiegel herum bleibt ein nicht bedruckbarer Papierrand stehen.

Die Titel der Schleswig-Holstein Presse gestalten sich teilweise nach dem Berliner Format mit einem Satzspiegel von 282 mm Breite und 430 mm Höhe oder nach dem Rheinische Format mit einem Satzspiegel von 325 mm Breite und 487 mm Höhe. Welche Titel welches Format haben, ist in der aktuellen SHP-Preisliste unter „Tageszeitungen im Detail“ aufgeführt.

Seitenpreis
Der Preis einer Anzeigenseite. Er errechnet sich bei Tageszeitungen durch die Multiplikation der Gesamtmillimeter einer Seite (Anzahl der Spalten x  Satzspiegelhöhe) mit dem -> Millimeterpreis. Die meisten Tageszeitungen bieten einen ermäßigten Festpreis für eine komplette Anzeigenseite an.

Spalte
Zeitungsseiten sind senkrecht in Spalten eingeteilt. Zahl und Breite der Spalten variieren je nachdem, ob sie sich im redaktionellen Teil oder -> Anzeigenteil befinden. Die Spaltenzahl der Titel der Schleswig-Holstein Presse in Berliner Format beträgt 6 Spalten, in Rheinischem Format 7 Spalten.

Streuverlust
Das Maß, in dem eine werbliche Botschaft Personen erreicht, die nicht zur definierten Zielgruppe gehören.

Supplement
Ein Supplement ist ein beigelegtes, in sich geschlossenes redaktionelles Ergänzungsmedium für Zeitungen sowie einige Zeitschriften.

Tabloid-Format
Der Begriff Tabloid steht für eine kompakte, schnell konsumierbare Form von Informationen. Einige Zeitungen erscheinen bereits in diesem Klein-Format. Das Tabloid-Format hat einen Satzspiegel von 370,5 mm Höhe und 257 mm Breite.

Tausend-Auflagen-Preis (TAP)
Preis einer Anzeige pro 1.000 Exemplare eines Werbeträgers. Er berechnet sich wie folgt: Insertionskosten x 1.000 geteilt durch verkaufte (oder verbreitete) Auflage.

Tausend-Kontakt-Preis (TKP)
Preis einer Anzeige pro 1.000 -> Kontakte mit dem -> Werbeträger. Er berechnet sich wie folgt: Insertionskosten x 1.000 geteilt durch Summe der Kontakte.

Tausend-Leser-Preis (TLP)
Preis einer Anzeige auf 1.000 Leser eines Werbeträgers. Er berechnet sich wie folgt: Insertionskosten x 1.000 geteilt durch Summe der Leser.

Teaser-Anzeige
Eine Anzeige, die ein Produkt bewirbt, es aber nicht beim Namen nennt, um die Leserschaft neugierig zu machen. Beilagen erzielen generell hohe Beachtungswerte. Teaser-Anzeigen in der gleichen Zeitungsausgabe steigern diese Beachtung noch mehr und erhöhen dadurch auch den Werbeeffekt.

Textteilanzeige
Anzeige, die mit mindestens drei Seiten an den redaktionellen Text angrenzt. Bei den Titeln der Schleswig-Holstein Presse ist eine Textteilanzeige nur ein- oder zweispaltig möglich. Die Mindestgröße beträgt 20 mm bei Schwarz-Weiß-Anzeigen, Farbanzeigen müssen eine Mindestgröße von 50 mm haben.

Titelkopfanzeige
Anzeige, die auf der ersten Seite einer Zeitung neben deren Titel platziert ist.

Umfeld, redaktionelles
Das redaktionelle Angebot einer Zeitung oder Zeitschrift, in der eine Anzeige erscheint. Die Beachtung einer Anzeige kann durch das passende redaktionelle Umfeld positiv beeinflusst werden (z.B. bei Schaltung einer Automobilanzeige im Automobilmarkt).

Verbreitungsgebiet
Die räumliche Abgrenzung, in der eine Publikation verbreitet wird. Die Titel der SHP sind Tageszeitungen, die in Schleswig-Holstein verbreitet sind. Mit einer Belegung in der SHP kann man drei Viertel der Fläche von Schleswig-Holstein erreichen.

Werbewirkung
Die Werbewirkung beschreibt die Wirkung der Werbung auf individuelle Einstellungen und Verhaltensweisen der Zielgruppe.

Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG)
Die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) ist die zentrale Vermarktungsorganisation für alle
Zeitungen und Zeitungsgruppen mit Sitz in Deutschland. Die ZMG ist Mittler zwischen Kunden bzw. Agenturen auf der einen Seite und Zeitungsverlagen auf der anderen Seite. Sie unterstützt Werbungtreibende mit einer umfassenden Begleitforschung.

Zielgruppe
Eine nach bestimmten Merkmalen definierte Personengruppe, die durch Werbemaßnahmen angesprochen werden soll.

Zur Zielgruppe der Schleswig-Holstein Presse gehören Media-Agenturen, die den größten Teil der Aufträge buchen, sowie Anzeigen- bzw. Beilagenkunden.